Homöopathie hat keine therapeutische Indikation
Veröffentlicht von Yeti in Da stimmt doch was nicht, Glaube, Religion und Kirche - in dieser Reihenfolge, künstliche Dummheit, Medizin und Ethik, Wissenschaft am Januar 20, 2012
… schreibt Heel auf der Startseite ihres homöopathischen Produkts „Traumeel“.
Ich zitiere mal den Text auf der Startseite:
Traumeel hat die geballte Kraft von 14 natürlichen Inhaltsstoffen.
[Kleingedrucktes:]
Anw[endungs]geb[iete]: Reg[istriertes] homöopath. Arzneimittel, daher ohne Angabe einer therap[eutischen] Indikation.
Kein Wort darüber, welche Inhaltsstoffe, das denn sein könnten usw. Mal ganz davon abgesehen, dass hier mit „geballter Kraft“ „ziemliche Potenzierung“ gemeint ist.
Aber ich finde das „daher ohne Angabe einer therap. Indikation“ so putzig. Das bedeutet doch nix anderes als, es gibt keine Indikation, die die Verwendung dieses Mittels rechtfertigt.
Trotzdem gehört es
in jede Sporttasche
Soso.
Dinosaurier lebten zusammen mit Kreationisten
Veröffentlicht von Yeti in Ami-Bashing, Angucken!, Glaube, Religion und Kirche - in dieser Reihenfolge, künstliche Dummheit am Januar 16, 2012
… oder:
Was (amerikanische, evangelikale) Kreationisten so alles für Dinosaurier halten.
Aus einem Vortrag von Eric Hovind, dem (angeblichen) Sohn von Kent Hovind, was ich ja nicht glaube, denn 1. ist der ältere Hovind stockschwul und zweitens hat Eric so gar keine Ähnlichkeit mit seinem „Vater“ – ausser der offensichtlich hohlen Birne, die auf seinem Hals sitzt. Aber ich schweife ab.
Hat dieser Eric doch in einem Vortrag in dem es darum ging, anhand wissenschaftlicher Entdeckungen zu zeigen, dass Menschen und Dinosaurier nach der Sintflut zumindest für ein paar hundert Jahre gleichzeitig gelebt haben.
Irgendwann verweist er dann auf die sog. „Ica Steine“, Steine, die anscheinend Szenen aus dem Prä-Inka-Leben darstellen.
Unter anderem einen Prä-Inka Indianer, der „auf einem Dinosaurier reitet“:
Ich sehe da eher ein Lama oder Alpaca.
Und Ihr so?
Wenig später erwähnt er einen Tempel in Kambodscha (wohl den Ta Prohm Temple), an dessen Aussenwand man folgendes Relief sieht:
Warum dieses Relief nicht wirklich einen Stegosaurier darstellt, wird hier ganz gut erklärt.
Bescheuert im Strassenverkehr – 3
Veröffentlicht von Yeti in Auto, Auto und Verkehr, künstliche Dummheit am Januar 14, 2012
Heute: Vorurteile Teil 1.
Ich möchte heute mal ein wenig in (möglicherweise berechtigten?) Vorurteilen schwelgen. Hach!
Schlagt mich tot, aber ich sehe immer wieder Vorurteile meinerseits bestätigt, die ich gerne nicht hätte. So z.B. die Korrelation zwischen der Automarke und dem Verhalten im Strassenverkehr.
Es gibt da meines Erachtens verschiedene Kategorien, hier die erste:
Der Unbeteiligte
- Hat nur zwei Anforderungen an seinen Wagen:
a) billig
b) hässlich. - Fährt mit seinem Dacia Logan oder Nissan Micra konstant 65 km/h, inner- wie ausserorts.
- Bremst vor jeder Kurve.
- Bremst, wenn ihm einer entgegen kommt.
- Bremst, wenn ihn einer überholt.
- Gewährt an jeder Kreuzung und Einmündung vorsichtshalber die Vorfahrt.
- Ausser bei Rechts-vor-Links.
- Kann weder Abstände noch Geschwindigkeiten einigermassen realistisch einschätzen.
- Hält beim Anhalten an einer Steigung mindesten 150 Meter Abstand zum Vordermann, weil der könnte ja beim Losfahren kurz rückwärts rollen.
- Blinkt nicht beim Abbiegen.
- Und wenn doch, dann in die falsche Richtung (wobei ich mir nicht sicher bin, ob falsch geblinkt oder falsch abgebogen wird).
- Braucht trotz des kleinen Wagens drei Parkplätze.
- Oder ein absolutes Halteverbot.
- Hat in der Dämmerung kein Licht an.
- Wenn doch, ist auch immer die Nebelschlussleuchte mit dabei.
- Gerne auch Fernlicht.
- Fällt auch nur der geringste Niederschlag, laufen sämtliche Scheibenwischer im Schnellgang.
- Leuchtet im Armaturenbrett die Schneeflocke auf, sinkt die Geschwindigkeit auf 15 km/h, auch wenn es kilometerweit geradeaus geht und weder Steigung noch Gefälle herrscht.
Religioten sind homophob – warum eigentlich?
Veröffentlicht von Yeti in Glaube, Religion und Kirche - in dieser Reihenfolge, künstliche Dummheit am Januar 14, 2012
Ich meine jetzt nicht die „offiziellen“, also die oberen in der Hierarchie – die haben andere Gründe, Homosexuelle in der Gesellschaft zu verteufeln. Nein, ich meine die ganz normalen – ok, nicht ganz normal, ich meine eher die fundamentalistisch eingestellten – Gläubischen.
Warum haben die so eine Angst vor Schwulen und Lesben? Und vor der rechtlichen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit entsprechenden Rechten und Pflichten?
Ich habe da eine Vermutung:
Die Fundis gehen ja davon aus, dass Homosexualität eine „Krankheit“ ist, die man „heilen“ kann. Und wenn es eine Krankheit ist, ist sie womöglich auch ansteckend.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass so ein obskurer spanischer Bischof von einer „UNO-Agenda“ fantasiert, welche bis 2020 die halbe Menschheit homosexuell „machen“ will.
Bescheuert im Strassenverkehr – 2
Veröffentlicht von Yeti in Auto, Auto und Verkehr, künstliche Dummheit, meins am Januar 11, 2012
Heute: in 3 Metern Abstand hinter dem Vordermann her fahren.
Warum bilden sich auf deutschen Landstrassen im Berufsverkehr immer so lange PKW-Schlangen hinter LKW?
Ich versuche mal zu erklären, wie diese Pakete (hier in der Gegend meist 1-2 LKW, dahinter 10-15 PKW) – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach – zustande kommen:
- Der erste, der auf den LKW aufläuft, denkt sich: ich muss eh im nächsten Kaff rechts/links abbiegen, da kann ich die paar Kilometer auch hinter dem LKW bleiben.
Alternativ fährt er derartig dicht auf den LKW auf, dass er sowieso nichts vom Gegenverkehr sieht. Deswegen wird dann auch gerne mal ein halber Meter auf die Gegenfahrbahn gezogen, weil „man würde ja gerne überholen, kann aber durch den Scheiss-LKW nicht sehen, was im Gegenverkehr abgeht“. - Dem zweiten geht das evtl. genauso, aus den gleichen Gründen (Überholen nutzt entweder nichts oder er kann nicht). Mit den gleichen Konsequenzen (3 Meter hinter dem Vordermann und sieht nichts und sein Kind).
- Der dritte traut sich mit seinem 75 PS Corsa nicht zu überholen, weil er 3 Meter hinter dem zweiten herfährt und deswegen nicht vernünftig Anlauf nehmen kann.
- usw.
Was ich in dem Zusammenhang überhaupt nicht begreifen kann:
Was bringt es, kilometerweit in 3 Metern Abstand hinter einer LKW Plane (oder halt einem anderen PKW) herzufahren? Im dichten Berufsverkehr? Haben die alle kein Wasser mehr in der Scheibenwaschanlage?
Ich bin mal mit so einem Fahrer (Golf, 75 PS) mitgefahren. Ca. 5 km hinter einem LKW her. Mit 3 Metern Abstand.
Ich frage ihn höflich, warum er den denn nicht überholt? „Ich hab’ keine 320 PS wie Du, ich komm’ doch an dem nicht vorbei, soweit ich gucken kann!“ (*)
Ich habe davon Abstand genommen ihm zu erklären, wie er doch noch an dem LKW vorbei käme. Immerhin ging es nur geradeaus …
(*) Mein Wagen hat keine 320 PS, ich schon gar nicht ![]()
Ich war nur zu dem Anlass (eine Beerdigung) mit einem Kumpel angereist, der mich hat fahren lassen. Und der hat einen 911er. Ich habe einen 11 Jahre alten, gechippten TT (Roadster, quattro) mit ca. 240 PS.
Ich habe eine Vermutung, was das dichte Hinterherfahren betrifft, aber das kommt in einer zukünftigen Folge dieser Reihe!
Warum ich keinen Fernseher habe
Veröffentlicht von Yeti in Angucken!, besser nicht!, künstliche Dummheit, Medien am Januar 10, 2012
Heute abend läuft auf „Das Vierte“ der Film „Hunde, wollt Ihr ewig leben?“.
An sich ein Film, den ich mir gerne angeguckt hätte, also Zattoo gestartet und losgucken. Es kamen dann ungewohnte 20 Minuten Film, ehe die erste Werbung einsetzte.
Seit dem (das sind jetzt 20 min.) läuft hier Werbung für SlimShot. Ein Produkt mit dem man (natürlich ohne Risiko, ohne seine Ernährungs- oder gar Bewegungsgewohnheiten zu ändern) in nur 15 Tagen bis zu 20 Kilo abnehmen kann.
Der Hersteller gehört verklagt. Werbung im Fernsehen gehört verboten.
Also weg damit. Diesen Blogpost noch abschicken und dann das gute, alte Buch geschnappt.
Neues von der Roboterfront – Exoskelette
Veröffentlicht von Yeti in Angucken!, Medien, Robotik, Wissenschaft am Januar 9, 2012
Heute: Exoskelette.
Berkeley Bionics:
Raytheon Sarcos:
Cyberdine (*grusel*, die beziehen sich explizit auf die Terminator-Terminologie):
Lockheed-Martin:
ActiveLink, Tokyo:
Bundestag TV – Peter Kruse, Macht definiert sich neu
Unbedingt angucken:
Stephen Hawking wird 70!
Veröffentlicht von Yeti in Wissenschaft am Januar 8, 2012
Herzlichen Glückwunsch, und mögest Du wider Erwarten noch ein paar kreative Jahre geniessen können.
Einen schönen Artikel zu Hawking gibt es beim Guardian, von wo auch dieses Bild stammt:
Bescheuert im Strassenverkehr – 1
Veröffentlicht von Yeti in Auto, Auto und Verkehr am Dezember 20, 2011
Dies ist Teil 1 einer neuen unendlichen Geschichte. Ab jetzt regelmässig, mindestens einmal wöchentlich!
Ich werde mich ab jetzt hier regelmässig über das aufregen, was ich im Strassenverkehr täglich so erlebe. Das folgende Erlebnis ist allerdings schon zwei oder drei Wochen her. Aber irgendwo muss man ja anfangen!
Heute: Kurve schneiden.
Ich schneide Kurven prinzipiell nicht. Never ever (ausser, wie schon so oft gesagt, auf dem Nürburgring). Die Gegend wo ich arbeite ist eher dörflich, viele Bach- und Flüsschen-Täler und dementsprechend kurvige, aber übersichtliche Strecken, normale Landstrassen, sogar die ein oder andere Bundeststrasse ist dabei. Kein Überholverbot, keine unangemessene Geschwindigkeitsbegrenzung; alles easy, eigentlich.
Weil ich halt keine Kurven schneide.
Aber die einheimischen Spackos, die einem ständig in der Kurve auf der falschen Seite entgegenkommen, die tun es!(*)
Aus der Erfahrung heraus, dass da gestern ja auch keiner entgegen kam, wird die Kurve wie gewohnt geschnitten. Geht ja bei dem Tempo mit dem Auto auch gar nicht anders. 60% der Fahrer die mir dort in Kurven entgegen kommen, müssen den Kurs korrigieren, weil sie mindestens eine halbe Wagenbreite über die Mittellinie sind. Und weil hier viele Leute so unterwegs sind – und manchmal eben auch an der Grenze dessen, was für sie oder das Auto noch beherrschbar ist – stehen hier auch so viele Kreuze am Strassenrand ‘rum.
Arme Irre.
Aber nun zu dem Erlebnis, um das es mir eigentlich geht:
Nicht nur die, die sich irgendwann den Hals abfahren schneiden hier die Kurven, sondern anscheinend fast jeder. Und ist man auch noch so langsam unterwegs …
Ich bin also auf besagter Strecke unterwegs (Feierabend) und habe jemanden vor mir, der es aus irgendeinem Grund nur bis auf 65 km/h auf der Landstrasse bringt. Ausserdem schneidet er wirklich jede (hier hätten bei mir eigentlich schon die Alarmglöckchen klingen müssen) Kurve, nicht nur Linkskurven, nein: auch Rechtskurven. Dafür muss vorher so weit ausgeholt werden, dass man aus der Rechts- quasi wieder eine Linkskurve macht.
Das Spiel habe ich mir ein paar Minuten angetan und dann auf einem Stück das sich nur leicht schlängelt, sehr – ich würde sogar sagen: ausserordentlich – gut zu überblicken ist (minimum 800-1000 m), zum Überholen angesetzt.
Blinker raus, vom 6. in den 3. geschaltet und Vollgas. Während der Turbo auf Pferdchenjagd geht, versichere ich mich nochmal über alle Rückspiegel und nach vorne hin, dass wirklich kein Hindernis unverhofft auftauchen kann.
Ich schere also mit ca. 20 km/h Geschwindigkeitsüberschuss auf die Gegenfahrbahn aus. Als ich mit meiner Stossstange etwa auf der Höhe seiner B-Säule angekommen bin, zieht diese Hohlbirne auf einmal links rüber, weil eine „Kurve kommt“, die eine Richtungsänderung von 10 Grad erfordert.
Von meiner Sicht aus passierte dann folgendes:
- Vollbremsung. Hupe.
- Fluchtweg suchen, ich bin ja schon ganz links. Und schon eine halbe Reifenbreite weiter.
- Noch weiter nach links ziehen (Grünstreifen).
- Hoffen, dass das ESP und das ABS mein Auto dahin fahren, wo ich es hin haben will. Vollbremsung in einer leichten Linkskurve mit den linken Rädern auf dem Grünstreifen will ich ohne ABS und ESP nicht wirklich mal erleben.
- Uff, sogar noch vor dem nächsten Begrenzungspfosten es wieder hinter die „Schneiderin“ und dann mit allen Rädern auf die Strasse geschafft. Kein Schaden, weder bei mir, noch bei ihr (ja, es war eine Frau). Hätte bei 18″ und 35er Querschnitt und ca. 10 cm Bodenfreiheit auch anders ausgehen können. Auch für die Pappnase.
- Zum Glück sind hier die Leitplanken nur auf den Aussenseiten der Kurven angebracht.
Den Rest (Anhalten, zur Sau machen Rede stellen, nichts einsehen, sich im Recht fühlen „wie kann man nur in der Kurve überholen?“) erspare ich Euch. Vollpfosten halt. Diese Leute fahren Auto und wissen überhaupt nicht, was sie tun. Immerhin ist sie von selbst rechts rangefahren.
(*) Dass viele Autofahrer nicht so richtig wissen, was sie da tun, hat natürlich nichts mit dieser speziellen Gegend zu tun. Ich fahre jetzt lange (26 Jahre) und weit ( einmal zum Mond und ein Drittel schon wieder zurück …) genug; mir ist also bewusst, dass das überall so ist!




Letzte Kommentare